Nachdem die anvisierten Skitouren um Montreux durch ein herankommendes Tiefdruckgebiet fraglich waren, fand unser Tourenleiter Andreas eine tolle Alternative für ein Skitourenwochenende am Sustenpass, im Herzen der Schweiz, mit der Perspektive auf besseres Wetter und Bedingungen.
Freitagabends angekommen in unserer gemütlichen Unterkunft im Meiental, ging es Samstag sehr früh los zu unserem ersten Ziel: dem Bächenstock (3.010m).
Nach einem herausfordernden ersten Abschnitt über einen vereisten Waldweg ging es unterhalb der malerischen Sewenhütte entlang und nach ein paar steileren Spitzkehren kamen wir zu einem namenlosen Gletscher umrahmt von den Felszacken des Bächenstocks. Eine kurze Rast und weiter ging es bei zunehmender Wärme zum Skidepot. Über eine steile Rinne stiegen wir mit Steigeisen und Pickel auf zum finalen Gipfelgrat. Auf über 3.000m angelangt war die Aussicht unglaublich: Blick auf den nahe gelegenen Titlis, das Sustenhorn sowie die Weitsicht bis ins Berner Oberland mit dessen 4.000er Gipfeln. Vom Ski Depot fuhren wir bei Butterfirn traumhaft schön dem Tal entgegen. Ein steileres Couloir und einen Trink-Stopp am Bach später hieß es dann auch schon, Skier abschnallen und die letzten 150Hm tragen: Frühjahrsbedingungen im März…. Abschluss fand der Tag bei einer kühlen Erfrischung auf der Terrasse und einem klassischen Schweizer Käsefondue.
Der Sonntag startete ebenfalls früh und sollte uns auf den Stössenstock (2.941m) führen, den wir von West nach Ost überschreiten wollten. So ging es entlang der geschlossenen Passstraße und über verharschte Hänge querend zur Sustlihütte hinauf. Unterhalb des bekannten Trotzigplanggstocks vorbei zum Stössenfirn, wo uns ein steiles Couloir mit Ski auf den Rücken hoch zum Einschnitt zwischen Stössen- und Wichelplanggstock führt. Von diesem kleinen Sattel stiegen wir auf dem schmalen Gipfelgrat zum Stössenstock auf. Bei kräftigen Windböen waren wir keine Minute länger als nötig auf dem Gipfel und es ging zügig wieder zurück zum Sattel. Über ein Fixseil sowie mit Hilfe von unserem eigenen Seil erreichten wir auf der Ostseite gut und sicher mit unseren Skiern wieder fahrbares Gelände. Uns erwartete nun eine abwechslungsreiche Abfahrt durch das Hohbergtal, entlang breiter Südhänge und einem schmalen und steilen Felseinschnitt , der uns zu guter Letzt zurück an die Passstraße brachte.
Mit eindrucksvollen Erinnerungen an den Sustenpass fuhren wir nach Hause und danken Andreas für diese tolle Führungstour im Herzen der Schweiz.
Claudia, Katrin, Hans, Manuel
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